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Tipps zur Einnahme von Antibiotika

Jetzt, im Januar, beginnt jedes Jahr die Zeit der großen Erkältungswellen. Zwar sind ca. 90 % dieser Erkältungen viral bedingt, aber dennoch passiert es häufiger, dass ein Antibiotikum genommen werden muss, da eine bakterielle Infektion zu dieses Erkältung dazugekommen ist. Gerade in den heutigen Zeiten, in denen Antibiotika-Resistenzen eine immer bedrohlichere Gefahr darstellen, ist es wichtig, ein paar Regeln bei der Antibiotikum-Einnahme zu beachten:

  1. Halten Sie sich immer an die vom Arzt angegebene Dauer der Einnahme. Brechen Sie nicht vorzeitig die Therapie ab, wenn die erste Beserung bemerkbar wird, denn damit steigt die Gefahr, dass Bakterien die Therapie überstehen. Dies ist doppelt ungünstig, da zum einem direkt die nächste Infektion folgen kann und zum anderen resistente Keime zurückbleiben können, die dann nicht mehr mit dem verwendeten Antibiotikum besiegt werden können.
  2. Vermeiden Sie größere Mengen von Alkohol während der Einnahme, bestenfalls verzichten Sie ganz auf alkoholische Getränke. Durch Alkohol wird die Verstoffwechselung des Antibiotikums im Körper modifiziert, d.h. es kann passieren, dass das Antibiotikum schneller abgebaut wird und dementsprechend nicht korrekt wirkt.
  3. Vermeiden Sie bei bestimmten Antibiotika (insbesondere bei Fluorchinolonen wie Ciprofloxacin und Moxifloxacin und bei Tetracyclinen wie Doxycyclin) die gleichzeitige Einnahme von Milchprodukten, da hierdurch die Aufnahme des Antibiotikums gehemmt wird und so das Mittel nicht wirken kann.
  4. Versuchen Sie die Einnahme-Intervalle des Antibiotikums möglichst gleichmäßig zu gestalten, z.B. bei zweimaliger Einnahme möglichst mit 12-Stunden-Abstand (8 Uhr morgens - 8 Uhr abends). So ergibt sich eine ideale Konzentration des Antibiotikums im Körper und die höchste Wirksamkeit.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass Antibiotika Zeit brauchen bis sie wirken, schließlich muss das Mittel zunächst vom Körper aufgenommen werden, dann in den Bakterien angereichert werden und erst danach kann es seine Wirkung entfalten.

Ab und zu kann es nötig sein, weitere Mittel gegen Erkältungssymptome, um die Lebensqualität zu erhöhen bis das Antibiotikum voll wirkt, oder für die Darmflora zu nehmen, um diese nach der Antibiotikum-Einnahme zu regenerien. Fragen Sie hierzu gerne in der Apotheke nach!

 

Die Grippeimpfung - Wer sollte sich impfen lassen?

Jedes Jahr erkranken bis zu 10 Millionen Menschen in Deutschland an der echten Grippe, bis zu 20000 Grippetote sind jedes Jahr zu beklagen. Insbesondere ab Januar bis Ende März kommt es zu regelrechten Wellen mit zahlreichen Erkrankungen. Gerade jetzt im Herbst ist der ideale Zeitpunkt, um sich gegen die echte Grippe impfen zu lassen.

 

Die Grippeimpfung muss jedes Jahr wiederholt werden, da sich der Grippe-Virus ständig verändert und auch der Impfstoff muss somit jedes Jahr angepasst werden. Es gibt von verschiedenen Firmen unterschiedliche Impfstoffe, denen gemeinsam ist, dass sie gegen die drei wichtigsten Erreger schützen. Inzwischen gibt es auch einen Impfstoff, der vier Stämme verwendet. Da der Impfstoff zur Saison 2015/16 das erste Mal auf dem Markt zugelassen war, fehlen bisher langfristige Daten, ob dieser zusätzliche Stamm zu einer deutlichen Verbesserung der Wirkung führt.

 

Wer sollte sich impfen lassen? Allgemein ist es schwierig diese Frage zu beantworten. Je nach Risikogruppe steigt die Gefahr von Komplikationen. Für Menschen, die das 60. Lebensjahr überschritten haben, ist das Risiko deutlich erhöht. Auch Bewohner von Altersheimen und Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten (Pflegepersonal, Ärzte) oder viel mit Menschen arbeiten (z.B. Lehrer), wird eine Schutzimpfung sicherlich empfohlen. Liegen bestimmte Erkrankungen vor, z.B. Nieren- oder Lebererkrankungen, dann ist es besser, sich impfen zu lassen, um den Körper vor zusätzlichen Belastungen zu schützen.

Ist man nicht in einer der genannten Risikogruppen, gibt es zwar keine klare Empfehlung zur Impfung, aber man sollte sich bewusst sein, dass man auch ohne zu einer Risikogruppe zu gehören besser vor Ansteckung und vor den Komplikationen geschützt ist. Bei einer echten Grippe fällt man im Normalfall zwischen 2 und 3 Wochen aus und leidet u.a. an hohem Fieber mit starken Kopf- und Gliederschmerzen.

 

Gegen andere Erkältungskrankheiten wie grippale Infekte und bakterielle Infektionen hilft die Grippeimpfung nicht. Dies sollte man bedenken, wenn man im vorigen Winter trotz Impfung erkältet war, es lag nicht an mangelnder Wirksamkeit des Impfstoffes sondern daran, dass man an etwas erkrankt war, vor dem die Impfung nicht schützt. Viele Krankenkassen übernehmen die Schutzimpfung für alle Versicherten, fragen Sie doch Ihren Arzt, ob er Ihnen die Grippeimpfung empfiehlt.

 

Grippe oder grippaler Infekt – Wie erkennt man die Unterschiede?

Jetzt im Herbst und Winter, wenn die Nase läuft und Fieber auftritt, dann stellt sich die schwierige Frage: Grippe oder grippaler Infekt? Beide Krankheitsbilder werden gerne verwechselt, da die Symptome sehr ähnlich sind. Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Husten und Fieber sind bei beiden typisch, lediglich die Dauer und Stärke variiert deutlich.

Sowohl der grippale Infekt als auch die Grippe werden von Viren ausgelöst. Während wir bei der Grippe von Influenza-Viren sprechen, handelt es sich bei einer Erkältung um Viren aus verschieden Familien wie z.B. Rhinoviren, Adenoviren und Coxackieviren. Insgesamt kommen mehr als 100 verschiedene Erreger als Auslöser für einen grippalen Infekt in Frage, was auch erklärt, warum eine Impfung gegen einen grippalen Infekt praktisch unmöglich ist, anders als bei der echten Grippe.

Wie kann man nun beide Krankheiten voneinander unterscheiden? Typisch für die Influenza-Grippe ist ein plötzlicher Beginn. Husten, Fieber und Schmerzen sind stärker ausgeprägt als bei einem grippalen Infekt. Das Fieber übersteigt häufig 38° C und man fühlt sich sehr kraftlos. Bei einem grippalen Infekt hingegen beginnt die Erkrankung mit einem zumeist leichten Kratzen im Hals und entwickelt sich langsam zu stärkeren Symptomen. Während Schnupfen und eine laufende Nase ganz typisch auftreten, übersteigt das Fieber nicht höhere Zahlen. Zudem tritt ein trockener Reizhusten erst beim Abklinken des grippalen Infektes auf, während bei der echten Grippe vom ersten Tag an ein schmerzhafter Husten üblich ist. Auch die Länge der Erkrankung differiert. Ein grippaler Infekt ist normalerweise innerhalb einer Woche abgeklungen, die echte Grippe hingegen dauert 2-3 Wochen.

 

Grippaler Infekt

Grippe

Krankheitsbeginn

Schleppend, beginnt mit Kranzen im Hals

Plötzlicher Beginn, hohes Fieber

Dauer

7-8 Tage

2-3 Wochen

Schnupfen

Häufig

Selten

Kopf-/Gliederschmerzen

Häufig

Häufig  u. sehr heftig

Fieber

Selten, max. 38° C

Häufig, > 38° C

Husten

Gegen Ende, trockener Reizhusten

Von Beginn an, schmerzhaft

Bei beiden Erkrankungen gibt es bei uns in der Apotheke verschiedene Mittel, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität während der Infektion zu verbessern. Wichtig zu wissen: Sowohl bei einer echten Grippe als auch bei einem grippalen Infekt helfen keine Antibiotika, da diese nur Bakterien abtöten, nicht aber Viren.

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